tgc 2012 Bericht

Tunisia-gps-challenge 2012 Bericht

Tag 0 Anreise und Genua-Hafen

Die Anreise für alle Teams gestaltete sich eher als unkompliziert, dachten wir zumindest…Am Vorabend vor dem Check in im Hafen fanden sich einige Teilnehmer und Orgamitglieder in einem Hotel ca. 70km vor Genua ein um dort zu Übernachten. Kurz nach 24:00 Uhr dann eine SMS von unserem Berge-LKW:Stehen am Brenner, Getriebe kaputt, versuchen nach Hause zu kommen…“ Die machte uns dann schon etwas Sorgen, vor allem, da wir alle der Meinung waren, den Berge-LKW auch zu brauchen. Um 4 Uhr dann die Erlösende SMS: „Fahren wieder“, nach dann Daumen drücken, das alles rechtzeitig in Genua sein werden. Am nächsten Morgen dann Check in im Hafen, technische Abnahme und alle Zoll-Ausreiseformalitäten erledigt.

Die neue Fähre der CTN, das Flaggschiff „Tanit“ lief auch schon Mittags um 13:00 Uhr ein, so das pünktlich verladen werden konnte.

Mit geringer Verspätung ging es dann los Richtung Tunis. Das Schiff ist (noch) in einem sehr guten Zustand, viele Bars und wirklich sehr groß.

 

 

 

 

 

Tag 1 Tunis-Hammamet

Nach Ankunft im Hafen in Tunis gingen die Zollformalitäten wirklich sehr zügig vonstatten, auch Dank der Mithilfe und Vorbereitung durch den Nationalen Automobilclub Tunesiens. Direkt nach dem Hafen ging es dann auch auf die erste gewertete Etappe nach Hammamet. Navigatorisch war die Etappe einfach gehalten, eher als „Warm up“ gedacht.

Die Ergebnisse waren dementsprechend knapp: Alle Teams erreichten das erste Hotel am Abend mit voller Punktzahl von 45 Punkten, Zeitdifferenz waren nur wenige Minuten. Alle Teams bereiteten sich nach Bekanntgabe der Ergebnisse auf die folgende lange Etappe durchs Landesinnere intensivst vor.

Ergebnisse:

Team Barna/Karches/Dechent/Bayer 45 Punkte

Team Black Magic 45 Punkte

 

 

 

 

 

Tag 2 Hammamet-Gafsa

Diese Etappe sollte es in sich haben…Es waren knapp 150 Waypoints auf einer Strecke von 421 km gesetzt worden. Zu Beginn noch auf befestigten Straßen, später dann auf Erdwegen, zwischendurch ein sehr enges Flussbett, in dem der Unimog von Barna/Karches und der Hummer von Dechent/Bayer viel Zeit verloren. Zielpunkt war ein sehr gepflegter Campingplatz in Gafsa am Abend. Die Teams hatten für diese Etappe insgesamt 12 Stunden Zeit zur Verfügung.

Das schweizer Team Black Magic bewältigte diese Etappe 1 ½ Stunden unter der maximalen Zeit, hatte jedoch nicht alle Waypoints angefahren, es blieb also spannend wie das Team Barna/Karches und Dechent/Bayer abschneiden würden. Das Team erreichte leider das Ziel erst mit über einer Stunde Verspätung, da die Navigation nicht ganz einfach war und die Fahrzeuge auf den engen Wegen z.T. Probleme mit den Abmessungen hatten.

Punktestand am Ende der Etappe:

Black Magic 141 Punkte,

Barna/Karches/Dechent/Bayer 125 Punkte, abzgl. 70 Punkte wegen Zeitüberschreitung = 55 Punkte Etappenwertung ,

 

 

 

 

 

 

Tag 3 und 4 Gafsa-Faouar

Die erste Marathonetappe über 2 Tage stand für die Teams auf dem Plan. Zu Beginn der Etappe führten die Waypoints noch über Pistenanteile bis an das größte Salzseeengebiet der Sahara. Nach Überqueerung des größten Salzsees „Chott el Djerid“ ging es in die ersten Sandfelder der „tunisia-gps-challenge 2012“, geprägt von sehr hellen spitzen Dünen und tückischen Weichsandfeldern. Alle Teams übernachteten am Beginn des Dünenfeldes nur wenige Kilometer entfernt voneinander. Am nächsten Tag wurde es für die Teams dann endgültig klar, das es sich hier um einen waschechten Wettbewerb handelte. Verschachtelte Dünenfelder und Sand ohne Ende prägten den 2. Teil der Etappe. Insgesamt gab es auf dieser Etappe etwa 140 Waypoints zu holen,

Ergebnisse:

Black Magic 104 Punkte,

Barna/Karches/Dechent/Bayer 81 Punkte.

 

 

 

 

 

 

Tag 5 Faouar-Douz-Tembaine

Die Etappe Faouar-Douz-Tembaine war noch ein letztes „Luft holen“ vor dem richtigen Königsetappen der „tunisia-gps-challenge“ 2012. Von Faouar ging es auf Sandwegen und Pisten nach Douz, wo sich alle Teams maximal mit Sprit und Vorräten eindecken konnten. Ab Douz: Piste und ein kleines Dünenfeld zum Tafelberg Tembaine. Die Teams lieferten sich hier ein direktes Kopf-an-Kopf Rennen, waren z.T. auf Sichtweite und in einem Zeitfenster unter einer Minute unterwegs. Leider wurden im Eifer des Gefechtes der eine oder andere GPS-Punkt nicht nah genug angefahren, so das diese auch nicht gewertet werden konnten.

Ergebnisse:

Team Black Magic volle Punktzahl von 55 Waypoints,

Team Barna/Karches/Dechent/Bayer 53 Waypoints.

 

 

 

 

 

 

Tag 6 und 7 Tembaine-Ain Ouadette

Die erste von insgesamt 3 Königsetappen stand auf dem Programm. Die Etappe war geprägt von Dünenfeldern so weit das Auge reichte, die nach Süden hin immer höher wurden. Insgesamt gab es auf dieser 2-Tagesetappe 57 Waypoints zu holen, leider kam es für alle Teams anders als geplant:

Bereits am Nachmittag des ersten Tages erreichte uns die Meldung, das das Team Barna/Karches/Dechent/Bayer die Etappe abbrechen muss, da die Antriebswelle des Hummer von Dechent/Bayer gebrochen war. Am frühen Abend erwischte es dann auch noch das Team Black Magic mit Getriebe und Differentialschaden am Land Rover von HP Bleuer. Beide Teams kämpften sich in einem Kraftakt zurück nach Douz. Die Folgeetappe wurde annuliert, da kein Team mehr im Rennen zum See war.

Ergebnisse:

Barna/Karches/Dechent/Bayer 12 Punkte.

Black Magic 11 Punkte.

 

 

 

 

 

 

Tag 8 Ruhetag

Am darauf folgenden Tag 8 wurde ein Ruhetag eingeschoben um den Teams die Möglichkeit zu geben ihre Wettbewerbsfahrzeuge zu reparieren. Alles Teams schraubten, und schweißten was das Zeug hielt, in der Hoffnung für die nächste Etappe wieder an den Start gehen zu könnten. Ein Differential für das Team Black Magic konnte aufgetrieben und getauscht werden, Teile für den Hummer von M. Dechent leider nicht. Zusätzlich stellte sich heraus, das der Aufbau des Unimog don Barna/Karches einige gerissene Aufhängungspunkte aufwies, die jedoch vor Ort repariert werden konnten.

 

 

 

 

 

 

Tag 9 Douz-Zmela

Mit der Etappe Douz-Zmela begann das Rennen wieder Fahrt aufzunehmen. Das Team Black Magic konnte wieder an den Start, das Team Barna/Karches/Dechent/Bayer wollte zumindest weiter im Rennen bleiben und startete mit weidwundem Hummer H1 und Heckantrieb in die Etappe. Die Etappe führte nach kurzem Pistenanteil durch kleinere, nicht zu schwierige Dünenfelder an den Fuß des großen Erg, das größte Sandmeer der Sahara. Das Team Black Magic kämpfte hier sich komplett durch alle 74 Wegpunkte, das Team Barna/Karches auf Unimog und der Hummer von Dechent/Bayer erreichten 10 Punkte, ein beachtliches Ergebnis nur mit Heckantrieb.

Ergebnisse:

Black Magic 74 Punkte,

Barna/Karches/Dechent/Bayer 10 Punkte.

 

 

 

 

 

Tag 10 Zmela-Zmela

Mit der Etappe Zmela-Zmela war ein Rundkurs durch das Sandmeer des Grand Erg auf dem Programm.Gleich ab dem Camp ging es sofort und ohne Umweg in hohe Dünenkämme und steile Abfahrten.Das Team Black Magic trieb seine Fahrzeuge auf beeindruckende Weise durch die Dünenkämme. Leider mussten hier das Team Barna/Karches/Dechent/Bayer passen, denn die angeschlagenen Fahrzeuge sollten noch auf eigener Achse nach Hause rollen.

Ergebnisse:

Team Black Magic: 42 Punkte,

Team Barna/Karches/Dechent/Bayer 0 Punkte.

 

 

 

 

 

 

Tag 11 Zmela-Hammamet

Nach dem Etappenhighlight ging es wieder in Richtung Norden. Die Etappe führte die Teilnehmer durch die Berge von Matmata nach Norden ins Hotel nach Hammamet. Es hieß als Abschied nehmen aus den Dünen…

Das Team Barna/Karches/Dechent/Bayer brach bereits am Vortag gen Norden auf, da noch nicht sicher war, ob der Hummer die lange Etappe bis Hammamet auch durchhält. Das Team Black Magic holte hier noch einmal 38 Punkte, so das die Führung bis ins Ziel uneinholbar ausgebaut wurde.

Am Folgetag war noch einmal ausspannen angesagt, bevor es am Abend eine Siegerehrung gab.

Ergebnisse:

Team Black Magic Gesamt 510 Punkte    1.Platz

Team Barna/Karches/Dechent/Bayer 256 Punkte   2.Platz